Wolfram Siebeck † 7. Juli 2016

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Publ. 07.7.2026

Von Matthias Welker

Unvergessen, die wöchentlichen Leseübungen in der ZEIT, vor der Zeit des World Wide Web, erst die akademischen Stellenanzeigen, dann die Kulturführungen im Feuilleton, und schliesslich Deutschlands gefürchteter Gastronomiekritiker, Wolfram Siebeck.
Die Unterzeile des Fotos verleitet zum Nachdenken; zwischen Thomas Mann und den zu verspeisenden Matjesfilets, wacht da ein Mann mit Hut?
Jedenfalls fuhr er (Siebeck) 1988 mit mir zu Nathan’s auf Coney Island. Wahrscheinlich hat ihn die plakative Aufmachung des legendären New Yorker Hotdog Tempels gereizt. Siebeck startete als Plakatmaler ins Berufsleben. Hier kommt mein Erlebnisbericht:

ZEITSCHMECKEN VON UNTEN (1988)
Mit Wolfram Siebeck bei Nathan’s auf Coney Island

Der Kenner sucht die Landesküche dort, wo sie typisch ist. In New York geht man also nicht zu „Cipriani, sondern zu „Nathan’s“ auf Coney Island.
Zuerst hat sie nicht so recht mitgewollt, Deutschlands Erste Zunge, aber eine Einladung zum Lunch war dann doch die Herausforderung.
Mit Wolfram Siebeck im whole car, Kopf und Anzug von Graffities umrahmt unter der Notbremse; – dann, wenn die U-Bahn in Brooklyn zur Hochbahn wird, mischt sich seine Silhouette mit derjenigen einer Fischfabrik. Es ist ein schöner Tag, leichter Nebel.
Schon vom Zug aus: der Blick auf Riesenrad und bunte Lichter, kreisende Bewegung. – Coney Island, bunter als der Prater in Wien, aber ebenso gut abgelagert, wie alter Wein, Jahrgang 1920. Aus dem K-Train, vom Hochbahnsteig siebzigjährige Stufen in eine Art Reeperbahn hinunter, nur bunter und dichter.
Von weitem schon der Blick auf: NATHAN’S!
Wir reihen uns nicht ein in die Schlangen zum Take away. (Es ist wie in Rom, denken wir noch, gute Lokale erkennt man der Frequentierung.) Stattdessen führe ich meinen Gast rechter Hand in die schmale Seitengasse; dort bewirtet Nathan’s seine Stammgäste in einem kleinen Bistro, an einem halben Dutzend Tischen.
Siebeck zeigt die ersten Zeichen von Unsicherheit, ja Unruhe. Wie vor jedem Zeitschmecken? Die Speisekarte, sie zieht sich wie ein Fries über die gegenüberliegenden Wände, haben wir von unserer Ecke aus immer im Blick.
„Before fast food was good food“ steht da geschrieben, neben einer Auflistung derjenigen Spezialitäten, für die Nathan’s Name schon so lange steht. Neben French Toast und Fish Cake besonders „Franks“ in mannigfaltigen Variationen von classic bis mixed pickles.
Wir geben die Bestellung auf. „An der Küste isst man Fisch“, sagt Siebeck kategorisch. Er ordert „filet, platter“; das heißt mit cole slaw, einem köstlich frischen Weißkohlsalat in kleinem weißem Plastiknäpfchen, und French Fries. Ich wähle mit Bedacht, chicken.
Der Kellner bringt den Aperitif; wir haben dem obligatorischen Wasser Kaffee vorgezogen. Wir erhalten: zwei mit Plastikdeckeln verschlossene Becher, einen Teller mit zwei bunten Plastikstäbchen (zum Umrühren) und einen Esslöffel. Die Bedeutung des Esslöffels wird uns unklar bleiben, der Teller sich noch bewähren.
Ich zeige Siebeck, wie der Plastikdeckel vom dem Becher zu trennen ist; er ahmt es mit unglücklichem Schwung nach. Dann muss er mit seiner Hose zum rest room, am hinteren Ende des Lokals.
In der Gegenecke, unter der Speisekarte, eine weiße amerikanische Familie. Er, zentnerschwer, Amerikaner der ersten Stunde, spricht den franks fleißig zu. Grazil verschwindet das Würstchen samt Brötchen in seiner Faust. Zwei bedächtige Bissen, 33 floz Bier, und der Blick geht wieder in die Etappe. Ein Puertoricaner pendelt mit Nachschub.
Sonst Nachfahren unfreiwilliger Einwanderer; zwei Kinder, die sich (was mich noch wundert) das Essen nicht gegenseitig wegziehen, sondern zuschieben.
Wolfram Siebeck kommt zurück, aus der gleichen Tür eine Dame, zwei gefüllte Pappbecher balancierend. Sie setzt sich zu ihrem Mann und sie trinken, – eau de toilette, unbezahlbar, aber auch unbezahlt. Freies Geleit: der Ober schmeißt sie hinaus.
Das Menu trifft ein; während ich an meinem chicken knabbere, mache ich Siebeck auf die grünlich schillernde, lederartige Haut aufmerksam, die die geriffelten Scheiben seiner Frites überzieht. „Das ist das Beste“, sage ich. Er hat in die eigenartig geformten Klumpen panierten Fischfilets gebissen und kaut entschlossen, aber vergeblich. Der Teller ist also für die unverdaulichen Bestandteile, ich lege meine Hühnerknochen dazu.
Siebeck passt sich langsam dem Hautton seiner French Fries an; ich schlage einen Spaziergang am Strand vor.
Der Strand, vor kurzem noch gesperrt (angeschwemmte Krankenhausabfälle) ist fast menschenleer. Kanülen statt Krebsschalen, jetzt also wieder Krebsschalen. Anstelle der Strand- stehen hier, dicht verteilt, Papierkörbe.
Wir wenden uns Richtung Brighton Beach, das sind vier Buchten Weg. An jeder Bucht starrt ein einsamer Strandwächter in den Nebel. Atlantik.
Den ersten fragen wir nach der Wegdistanz, der zweite uns nach der Zeit, dem dritten reichen wir die Zeit, die in den Sand gefallene Uhr, in den Hochsitz zurück.
Zwischen dem dritten und vierten Strandwächter fällt die Entscheidung: ich lade Siebeck zum Dinner in Brighton Beach ein („russische Küche“).
Er opfert den zeitnachschmeckenden Möwen (was hat er nur? da isst sogar der Brandauer).
Schade, denke ich noch, dabei wollte ich mit ihm später zu JUNIOR’S, denn „Junior’s has the best cream cheese cake in town“.

Eindrücke aus den Neukölln Arcaden von der Vernissage am 6. Juni

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Publ. 06.23.2026

Vorweg ein grosses Kompliment an Yvonne Michalik, die die zweite Phase der Gruppenausstellung unseres Vereins in den Neukölln Arcaden kuratiert und gestaltet hat. Großer Dank auch an die vielen beteiligten Künstler, die zwei tolle grosse Räume mit überraschender Kunst gefüllt und für die Besucher Erlebnisse gestaltet haben.
Dachte man bei Raum 1, Textilkunst naja, wurden Sinne und Hirn eines Besseren belehrt. Z.B.: Wer ahnt, das der Häkelteppich (s. Profilbild vom letzten Post) als Grundlage der Kunsttheorie von einem Professor für seine Studierenden gehäkelt wurde? Die Studis standen wirklich drauf, darf man in der Ausstellung zugunsten der Stabilität des Exponats leider nicht. Lauter Überraschungen. Auch die Trash Studies in Raum 2 gingen in eine neue 2. Runde.
Diese Ausstellung muss man gesehen haben. Am 6.6. war dann u.a. auch die Performance von Krzysztof Leon Dziemaszkiewicz (siehe Profilbild). Gebannt blickten Alle (insbesondere die Zuschauerinnen) auf den Verwandlungsprozess, in dem der Künstler sich jeden Fetzen Kunststoff mit scharfem Messer vom Leib schnitt, um sich dabei auch von dem schwarz maskierten Mann in eine bunte hochdekorierte Frau zu verwandeln. Musik und Stimme folgten dem Verwandlungsprozess.

Für die Neukölln Arcaden funktioniert anscheinend die Interaktion mit dem Besuchern des Centers. Die Nutzung der Räume wurde bis Ende September verlängert. Das gibt Yvonne Michalik den Handlungsraum zusammen mit ihren Künstlern, uns mit zwei weiteren Phasen der Gruppenausstellung zu überraschen.

Zwei Event-Termine stehen schon fest: 15. Juli und 24. September (Lesungen, Workshops und noch viel mehr). Wir werden zeitnah weiter berichten.

Dann noch: Kunst macht nicht nur viel Arbeit, sondern kostet auch ein bißchen Geld. Deswegen hier noch einmal der Signpost zum Crowd Funding für das spannende Geschehen:

Go fund me Link: https://www.gofundme.com/f/ausstellungen-von-your-art-beat-ev-kunstler-unterstutzen
oder auch
https://gofund.me/2e3855fa9

Einladung zur Vernissage am 6.6.26

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Publ. 05.25.2026

Die Ausstellung des YOUR ART BEAT e.V. in den Neukölln Arcaden in Berlin läuft weiter und es gibt am 06.06.26 die nächste Vernissage von 18.00 bis 21.00 Uhr, in der neue Arbeiten speziell das Thema „Textil und Strukturen“ in Raum 1 aufgreifen. In Raum 2 wird das Thema „Trash Studies“ mit neuen Arbeiten erweitert.
Tragt Euch schon mal den Termin ein, es wird wieder spannend.

Erweitert wird die Ausstellung mit Performances und Workshops zu unterschiedlichen Themen. Krzysztof Leon Dziemaszkiewicz gibt um 19.00 Uhr eine Performance.
Im Anschluss wird um 19:40 eine interaktive Performance von Yv Onka die Dekonstruktion der Familie und Aufbewahrung von alten Familientextilien zum Thema haben.
Andrea van Buuren verarbeitet ihre Familienerbstücke zu Textilbildern und gibt Workshops zu experimentellem Kunststopfen von Mottenlöchern.
Geplant ist auch, weitere Workshops anzubieten, die das Thema der Wegwerfgesellschaft künstlerisch aufgreifen.

Daher haben wir eine Crowd Funding Aktion gestartet. Denn nach den Kürzungen in Kunst und Kultur und der fast nicht vorhandenen Fördermöglichkeiten brauchen wir Euch und Eure Spenden. Denn wir müssen Transport- und Reisekosten, Auf- und Abbau, Produktion decken und möchten auch die Entwicklung von neuen Ideen der Künstler fördern. Ab 50 Euro haben wir ein Geschenk für Euch.

Go fund me Link: https://www.gofundme.com/f/ausstellungen-von-your-art-beat-ev-kunstler-unterstutzen
oder auch https://gofund.me/2e3855fa9

Ihr könnt uns aber auch unterstützen, indem Ihr Vereinsmitglied werdet. Das Mitgliedsformular liegt auf: https://yourartbeat.net/deutsch-mitgliedschaft-im-your-art-beat-e-v/

Und Ihr könnt uns ebenfalls unterstützen, indem ihr zu der nächsten Vernissage am 06.06.26 kommt oder unsere Ausstellung besucht, die bis Ende Juni und sogar noch länger in den Neukölln Arcaden, 2 OG (neben SuperFit) läuft.

Adresse: Neukölln Arcaden, 2. OG
Karl-Marx-Straße 66
12043 Berlin

YOUR ART BEAT goes Neukölln Arcaden

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Publ. 04.1.2026

Am 10. April 2026 lädt YOUR ART BEAT von 18.00 bis 22.00 Uhr gleich zweifach in die Neukölln Arcaden ein, Karl-Marx-Str. 66, 12043 Berlin, U Rathaus Neukölln.

Zum einen werden Künstler*innen des Vereins und Gäste themenunabhängig Arbeiten in Raum 1 im 2. OG der Neukölln Arcaden ausstellen, 

Im Raum 2 liegt der Fokus auf dem Müll unserer Wegwerfgesellschaft, und wie wir damit umgehen. „Trash studies“ zeigt die damit einhergehenden Problematiken aus der Perspektive von Künstler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen. Verschiedene Workshops und Performances laden zum Mitmachen ein. Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Müllmuseum Soldiner Kiez statt und wird monatlich einen neuen Fokus haben.

Die Ausstellung findet vom 11. April bis 27. Juni 2026 statt.

Am Vernissageabend spielt DJ Oskarontour.

 

YOURARTBEAT – Art Can Drive Sustainability

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Publ. 03.22.2026

In terms of its mission, YOURARTBEAT is much more than just an interest group or an exhibition organizer. We serve as a thematic hub within a vibrant network of people who also utilize modern communication technologies.
Art has the power to connect all areas of interest and make them visible, audible, and tangible.
This benefits not only our artists but also the audience and society as a whole.
2025 was the Year of the Voice, featuring an event at the Kiezraum/Dragonerareal in Kreuzberg. The performances centered on the voice. A five-member curatorial team selected the artists’ contributions.
In 2026, the focus is on sustainability. Yvonne Michalik is curating a three-month exhibition at the Neukölln Arcaden. “Trash Studies”: artists can transform plastic waste into art and much more. Yvonne will continue to present the program (including here on this blog).
On May 8, a related event, “Biodiversity, Sustainability, and AI“, organized by our partner ndi-berlin, will take place at the Malzfabrik. The Malzfabrik is a vibrant hub in southern Berlin dedicated to sustainability and art.
Art is making a big impact this year, especially with YOURARTBEAT.

Müllmuseum bei YOUR ART BEAT und noch viel mehr….

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Publ. 02.23.2026

Ein Beitrag von Yvonne Michalik

Seit dem 15. März 2019 gibt es das Müllmuseum in Berlin. Doch jetzt sucht MüMu einen neuen Ort. Der permanente Ort zum Austausch war bisher in den Räumlichkeiten der Kirche in der Prinzenallee 39 in Wedding angesiedelt. Doch das ist nun Geschichte. Die Kirche wird saniert und einen neuen Ort gibt es nicht zu einem erschwinglichen Preis in Wedding. Deswegen musste die dauerhafte Ausstellung abgebaut werden. Die fast 27 Kunstexponate fanden nun Unterschlupf bei Privatleuten. YOUR ART BEAT e.V. hat sich ebenfalls bereit erklärt, bis zu 15 Kunstwerke bei sich unterzustellen. Bis eine neue Lösung gefunden wird, warten die einzigartigen Werke bei der zweiten Vorsitzenden, Yvonne Michalik, auf die Ausstellung „Trash studies“, welche vom 30.10 bis 01.11.2026 auf dem Dragonerareal im Kiezraum stattfindet. Zusammen mit anderen Berliner Künstlern soll in der geplanten Ausstellung auf die Müllproblematik aufmerksam gemacht werden, die nicht nur in Wedding und Berlin ein großes Problem darstellt. Auch global hat die Müllproblematik zugenommen.
Denn der Mensch produziert heutzutage überall Müll, meistens um etwas von A nach B zu transportieren. Müll ist ein großes Problem unserer Menschheit geworden. Die YOUR ART BEAT Ausstellung Ende des Jahres beschäftigt sich daher mit verschiedenen Facetten der lokalen und globalen Plastikmüllproblematik. Dass Berlin eine große Müllproblematik hat, wissen wir aus eigener Erfahrung. Doch wissen wir auch, dass Deutschland im Jahr 2022 der größte Exporteur von Plastikmüll war und im großem Umfang Abfälle in andere EU Staaten und nach Südostasien exportiert (laut der UN Comtrade Datenbank)? Neben den Niederlanden, Malaysia und der Türkei ist auch Polen ein wichtiger Müllabnehmer. Indonesien war im Jahr 2023 Deutschlands fünftgrößter Abnehmer des nach wie vor schwer recycelbaren Materials.
Daher ist geplant, auch polnische und indonesische Künstler, die sich mit dem Thema Müll beschäftigen, zu unserer nächsten Ausstellung Ende des Jahres einzuladen. Denn unser recycelter Müll gilt als recycelt, auch wenn er außer Landes gebracht wird. Und die meisten von uns wissen es nicht. Daher ….

Bis dahin stehen die Kunstwerke vom Müllmuseum an unterschiedlichen Orten und warten darauf, gesehen zu werden, in Einkaufszentren oder auf der Straße. Denn das MüMu plant, nicht aufzugeben. Die unzähligen Workshops, die über Müllverschmutzung in Wedding und Berlin aufklären, finden ab Frühling draußen und im Gesundbrunnencenter statt. Doch auch wir von YOUR ART BEAT sind voll auf Touren, unsere nächste Ausstellung vorzubereiten. Vielleicht werden wir auch in den Neukölln Arcaden die Möglichkeit erhalten, die MüMu Kunstwerke zusammen mit anderen Berliner Künstlern mitauszustellen. Hier berichten wir, wenn wir die Zusage vom Managementteam der Neukölln Arcaden erhalten haben. Gerade wird intensiv verhandelt. Drückt uns die Daumen.

Stimmbilder/Kiezraum: Zugang, Licht- und Audioinstallation von Sanni Welker, Wilhelm Voigt und Frederic Adam

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Publ. 11.26.2025

Raise Your Voices

Licht- und Audioinstallation von Sanni Welker und Wilhelm Voigt
„Raise Your Voices“ lädt dazu ein, die eigene Stimme, Haltung und Verantwortung wahrzunehmen – und sie im Sinne einer offenen, solidarischen Gesellschaft hörbar werden zu lassen. Die Botschaft des großformatigen Leuchtschriftzugs wird durch eine akustische Ebene vertieft – durch Stimmen, Reden und Musik, die Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden fordern.

Hellhörig

Licht- und Audioinstallation von Frederic Adam
„Hellhörig“: Bei dieser Installation reagieren Glühbirnen in vielfältigen Varianten auf den Sound des Projekts „Raise Your Voices“. Durch das Zusammenspiel von Licht und Klang entsteht eine Atmosphäre, die den Eingangsbereich subtil verwandelt und Besucher:innen zum Verweilen, Träumen und Nachdenken einlädt.

Stimmbilder im Kiezraum Dragonerareal 28. und 29. November

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Publ. 09.11.2025

2025 Das Jahr der Stimme Programm Kiezraum

In der besonderen Atmosphäre des Kiezraums, einem ehemaligen Pferdestall auf dem Dragonerareal in Kreuzberg, findet am 28. und 29. November 2025 der Event STIMMBILDER statt.

Der Musikproduzent Alexis Baskind, die Stimmbildnerin Stefanie Mikus-Marx, die audiovisiuelle Künstlerin Simono, Matthias Welker und Ulrike Wiedensohler vom YOUR ART BEAT e.V. haben ein Projekt entwickelt und kuratiert, das dem Thema Stimme gewidmet ist. Klang und Visuelles begegnen sich auf Augenhöhe.

Im Zentrum stehen zeitbasierte Beiträge wie Audio, Video, interaktive Formate und Live Events, die die diversen Möglichkeiten der menschlichen Stimme und des vokalen Ausdrucks beleuchten und belauschen.

Während die Live-Events das Zentrum der Aufmerksamkeit am Abend bilden, kann das Publikum vorher und anschließend den sakral wirkenden Kiezraum mit seinen 16 Säulen und die darin präsentierten audiovisuellen Beiträge individuell erkunden und erfahren.

Der Eintritt ist frei.

Wir suchen noch Spenden für die Künstler auf GoFundMe

https://gofund.me/385476fd5

Geht mal drauf, spendet und gebt den Link weiter

Art for everyone: Opening of “Kartoffel Gallery”

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Publ. 01.24.2025

Our visual artist Lita Poliakova has created a beautiful space in the centre of Dresden and opened a gallery with art works for a wide audience.

About the concept, Lita Poliakova says: “Art is neither a luxury nor does it belong exclusively in a museum. Art should become part of everyday life, should be a matter of course – just like coffee in the morning.”
The concept could work. Beautiful location in the centre of Dresden near “Goldener Reiter”, inviting restaurants in the inner courtyard. The opening party with a performance and live music attracted a wide audience, radiating “good vibrations”.
And the easy access to art works. Purchased without hesitation, a beautiful piece of art was placed in our apartment. That’s how it should always be. Not: Let’s see if it fits. Art that you like always fits.

https://kartoffelgallery.com
https://www.tag24.de/dresden/kultur-leute/litas-lila-laune-galerie-in-der-kartoffel-gibts-kunst-ohne-luxus-3352058
https://www.dresdner.nu/aktuell/2025/01/16/kartoffel-gallery-oeffnet-auf-der-hauptstrasse/

Artist Interview – Joan Pañell Fernández de Liencres

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Publ. 01.9.2025

ALL EYES ON

>>> Joan Pañell Fernández de Liencres <<<

Dear Joan,

It is a pleasure to welcome you as an interview partner and get the chance to find out more about you, your artistic practice and philosophy. So let’s directly jump in with some deep questions:

WHAT DOES ART MEAN TO YOU?

J: Art means everything to me. It’s the act of creating something out of nothing, which is something beautiful. The process of creation is wonderful, and I believe the artwork itself is greater than the artist. Art can convey things that words cannot, and it’s something universal that everyone can relate to. It’s a deeply personal experience.

WHAT IS YOUR PERSONAL DEFINITION OF IT?

J: For me, art is an act of pure expression—a way to channel my inner world and emotions onto a surface. It’s a bridge between the personal and the universal, where I can explore my own experiences while creating something that resonates with others. Art, in my view, is not just about the final piece; it’s about the journey of creation itself, the exploration, the mistakes, and the breakthroughs. It’s a process of discovery and connection, both with myself and with the world around me. Art is the freedom to be vulnerable, to reveal what words cannot, and to allow others to find their own meaning in it.

Before we go on, show us what you are currently working on:

J: This is my latest piece.

Tittle: R6 / Medium: Mixed technique on paper / Size: 59.4×42 cm / Year: 2024

Let’s talk about your artistic practice. You are an autodidact and teach yourself.

WHAT WAS THE BIGGEST CHALLENGE TO LEARN?

J: My biggest challenge was overcoming the fear of making mistakes. Once I realized that mistakes are part of the creative process, I wasn’t held back or limited in my work. You have to make mistakes to learn, and it’s not something you should try to avoid. I feel an artist’s journey is long, and it should be taken step by step.

WHICH STRATEGIES DO YOU USE TO PROGRESS?

J: My strategy for progress is simple: create, create, and create. I try to paint as much as possible. By continuously working, my work evolves and refines itself on its own.

In your biography, you say that you are using bright colors, dynamic brushstrokes and abstract forms to convey deep emotions and personal experiences.

WHAT KIND OF EXPERIENCES ARE THESE?

J: These experiences are moments in my life when I’ve felt strong emotions. I’m inspired by times when things weren’t going well, and I felt like I hit rock bottom, as well as moments of joy when I felt on top of the world. Each personal experience made me feel a certain way, and I try to use that energy to propel the painting on the canvas, creating something beautiful and unique for the viewer. I’ve had a rough past, and I find painting therapeutic because as I express myself on the canvas, I feel my wounds are healed.

SITUATIONS OF EVERYDAY-LIFE OR PRIVATE MOMENTS OF DEEP EMOTION AND SELF-REFLECTION?

J: Private moments of deep emotion and self-reflection. These moments made me who I am. Abstract painting is a journey of self-discovery.

IS THERE FOR EXAMPLE A SPECIFIC COLOR THAT REPRESENTS A SPECIFIC EMOTION? OR A BRUSHSTROKE THAT SKETCHES AN ATMOSPHERE?

J: In my abstract painting, color and brushstroke are emotional languages. Deep blues evoke introspection, while fiery reds convey passion and urgency. Bold, sweeping strokes suggest movement and power, while delicate lines speak of fragility. Layered textures symbolize memory and complexity, inviting personal interpretation. Every mark is a visceral expression, creating space for connection and meaning.

WHAT DO YOU WANT TO TRIGGER IN THE RECIPIENT?

J: I seek to trigger introspection and emotional resonance in the recipient. My work is a dialogue of color, form, and texture—inviting viewers to explore their inner landscapes. I aim to awaken memories, evoke emotions, and spark personal interpretations. Each piece is an open question rather than a statement, encouraging contemplation and connection on a deeply individual level.

WHICH OF YOUR ARTWORKS HAS THE GREATEST EMOTIONAL CONNECTION OR SYMBOLIC VALUE FOR YOU? Why? What is the context?

J: One of my most emotionally significant works is a large canvas titled Tic Tac Toe. It emerged during a time of personal introspection and change. While painting it, I felt like a little kid again, and it marked a turning point in my artistic career. I used to do figurative painting, but shortly after this piece, I shifted to abstract expressionism. I enjoy painting abstract works more because I feel they’re a purer form of art and expression.

J: Title: Tic Tac Toe / Medium: Oil on canvas / Size: 300×120 cm / Year: 2023

In your biography, you say that Cy Twombly had a big influence on you. For those who don’t know him. Cy Twombly was one of the most important representatives of abstract expressionism. He was american artist and working as a painter, photographer and object artist. As part of his expressionist paintings, he liked to reproduce historical sequences and tell its stories due to an artwork series.

DO YOU ALSO TELL STORIES? WHICH ONES?

J: Yes, I tell stories, though mine are more emotional than historical. While Cy Twombly drew from mythology and history, I explore personal narratives and universal human experiences. My work reflects themes of memory, transformation, and the passage of time. Through abstract forms, layered textures, and intuitive marks, I create visual stories that resonate on an emotional level, inviting viewers to connect through their own interpretations and memories.

WHAT IS THE SPECIAL THING ABOUT CY TWOMBLY THAT TRIGGERS YOU?

J: What fascinates me about Cy Twombly is his ability to merge raw emotion with intellectual depth. His gestural marks feel instinctive, yet carry layers of meaning—historical, poetic, and personal. I’m particularly drawn to how he transforms writing into visual art, blurring the line between text and image. His work has an almost primal energy, where every scribble and smear feels charged with memory and story. This fusion of spontaneity and symbolism inspires me to embrace imperfection and let intuition guide my creative process.

Let’s talk about being an artist…

IS THERE A PORTRAIT OF YOURSELF?

J: This is a portrait of me in my studio in Barcelona. It’s part of a series of studio photos taken by my photographer friend, Diego Martinez Chacon. At the time, I was sharing a space in an industrial unit with other fellow artists. The paintings in the background emphasize the importance of the work.

WHAT ARE YOUR NEXT GOALS AS AN ARTIST?

J: My next goals as an artist are to push the boundaries of my creative process and deepen the emotional resonance of my work. I aim to explore larger-scale installations that immerse viewers in a multi-sensory experience. Additionally, I want to exhibit internationally, connecting with diverse audiences while staying true to my evolving artistic voice. Ultimately, my goal is to create art that sparks introspection and leaves a lasting emotional imprint. I also aim to work with art galleries to promote my work.

HOW DO YOU GET INTO YOUR CREATIVE FLOW?

J: I get into my creative flow through a mix of routine and spontaneity. Sketching freely or making intuitive marks on a blank canvas helps break initial resistance. Once I’m immersed, I let intuition take over, allowing the process itself to guide me. It’s about balancing intention with letting go.

WHAT IS YOUR IMPULSE / INSPIRATION FOR CREATING A NEW PIECE OF ART?

J: Creating art is a part of me—it’s not just an option, but a necessity.

DOES YOUR CREATIVE CREATION PROCESS ALWAYS FOLLOW A CONSTANT STRATEGY or IS IT ALWAYS DIFFERENT?

J: My creative process is fluid rather than fixed. While I have certain rituals, like preparing my workspace or starting with intuitive marks, each piece unfolds differently. Sometimes the process is deliberate and structured; other times, it’s spontaneous and driven by emotion. I let the artwork guide me, embracing unpredictability as part of the creative journey.

WHAT DO YOU LOVE / HATE ABOUT BEING AN ARTIST IN OUR CURRENT TIMES?

J: What I love about being an artist today is the limitless access to inspiration, global connection, and the ability to share my work instantly. The digital age allows for creative collaboration across cultures and disciplines.

What I find challenging is the pressure for constant visibility and the fast-paced art market, which can dilute deeper creative exploration. Balancing authenticity with the demands of a digital-driven world is both a struggle and an opportunity.

ANY ADVICE FOR ALL THE ARTISTS OUT THERE?

J: Stay true to your vision and trust your creative process. Embrace experimentation, and don’t fear failure—it’s where growth happens. Create consistently, even when inspiration feels distant. Most importantly, make art for yourself first; authenticity will resonate with others.

So, now it is about you! Q&A in QUICK AND DIRTY

YOUR FAVORITE PENCIL

J: Regular standard pencil.

YOUR FAVORITE COLOR

J: Yellow.

YOUR FAVORITE CANVAS

J: My favorite canvas is the regular, sturdy cotton canvas—the bigger, the better

PERSONALITIES THAT WERE INFLUENCING YOU THE MOST (artists, musicians, writers, philosophers, private idols…)

J: Cy Twombly and Joan Mitchell.

AN ARTIST, YOU WOULD LIKE TO HAVE A BEER WITH

J: Jean-Michel Basquiat.

IF YOU COULD CHOOSE AN EXHIBITION TOPIC (and space) – WHICH ONE WOULD IT BE?

J: The topic would be “The Fluidity of Time.” The space would be large, open, with natural light flooding through.

Dear Joan, thank you so much for sharing your insights. Your Art Beat wishes you all the best and keeps excited about your future activities.

FIND OUT MORE about Joan, his artwork and upcoming activities:

Website: www.joanpfart.com

Instagram: joanpanell_art